Information zur Abstimmung vom 27. September 2026

Abstimmung vom 27. September 2027 - Änderung der Kirchenordnung vom 27. Januar 2026

Bei der Abstimmung am 27. September 2026 geht es um konkrete Klimaschutzmassnahmen und Nachhaltigkeitsziele innerhalb der reformierten Kirche des Kantons Zürich. Genauer gesagt stimmen die Kirchenmitglieder (ab 16 Jahren) über den Gegenvorschlag zur ursprünglichen «Schöpfungsinitiative» (offiziell: «Änderung der Kirchenordnung vom 27. Januar 2026») ab. Die Initianten hatten ihre ursprüngliche, strengere Initiative (die Netto-Null bis 2030 forderte) zurückgezogen, um den vom Kirchenrat ausgearbeiteten Gegenvorschlag zu unterstützen. Da im Kirchenparlament (Kirchensynode) jedoch das Referendum gegen diesen Gegenvorschlag ergriffen wurde, kommt es nun zur Urnenabstimmung.

Die Kernpunkte des Gegenvorschlags:

Falls die Vorlage angenommen wird, verpflichtet sich die Landeskirche zu folgenden Punkten:
Netto-Null bis 2035:

  • Alle kirchlich genutzten Gebäude im Kanton Zürich sollen bis zum Jahr 2035 gebäudebezogen klimaneutral werden, primär durch den Verzicht auf fossile Energieträger.
  • Verbindliches Umweltmanagement: Für sämtliche Kirchgemeinden wird ein strukturiertes Umweltsystem zur Pflicht.

Einführung des «Grünen Güggels»:
Die Kirchgemeinden müssen das etablierte Umweltzertifikat «Grüner Güggel» als Standard einführen.
Dieses verlangt unter anderem: 

  • systematische Datenerfassung beim Ressourcenverbrauch
  • Massnahmen zur Förderung der Biodiversität auf Kirchenarealen
  • die Erstellung regelmässiger Umweltberichte.

Verankerung in der Kirchenordnung: Der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen und die «Bewahrung der Schöpfung» werden als fester Auftrag in der kirchenrechtlichen Verfassung verankert.

Befürworter (JA)

  • Die Kirche muss beim Klimaschutz eine Vorbildfunktion einnehmen.
  • Der Erhalt der Natur ist ein urchristlicher Auftrag («Bewahrung der Schöpfung»).
  • Energetische Sanierungen sparen langfristig hohe Energiekosten ein

Mehr Infos vom Ja-Komitee https://www.schoepfungsinitiative.ch/

Gegner (NEIN)

  • Die Massnahmen bedeuten einen hohen administrativen und finanziellen Aufwand für die Gemeinden.
  • Strenge Vorgaben des Heimatschutzes erschweren die Sanierung historischer Kirchengebäude stark.
  • Es besteht die Sorge vor einer zunehmenden Politisierung der Kirche, die vom eigentlichen Kernauftrag ablenkt.

Mehr infos vom Nein-Komitee https://güggelzwang-nein.ch/

Informationsabend zur Abstimmung über den Gegenvorschlag zur Schöpfungsinitiative in Urdorf

Image by Gerd Altmann from Pixabay

Kontakt

Ref. Birmensdorf-Aesch
Dorfstrasse 10
8903 Birmensdorf
Tel044 737 21 35
E-Mailsekretariat@kirche-birmensdorf-aesch.ch

Informationen